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Unbenanntes Dokument

:: Geschichte ::

Die Kombination Kirsch, Rahm und Kirschwasser war möglicherweise tatsächlich schon früh im Südschwarzwald bekannt, jedoch nicht in Form einer Torte sondern als Dessert: Eingekochte Kirschen wurden mit Rahm serviert, gelegentlich unter Zugabe von Kirschwasser. Die Schwarzwaldtorte könnte ein Vorläufer gewesen sein: sie wurde mit Biskuit und Kirschen hergestellt, oft auch in Kombination mit Rahm, jedoch ohne Kirschwasser. Sie stammt aber vermutlich aus der Schweiz.

Der Konditor Josef Keller behauptet, die Torte 1915 im damaligen Prominentencafé Agner in Bad Godesberg (heute: Bonn-Bad Godesberg) erfunden zu haben. Dies lässt sich jedoch nicht zweifelsfrei nachweisen. Auch scheint auch dies eher ein Vorläufer gewesen zu sein, da seine Torte nur eine Lage und einen Mürbeteig besaß; Keller besteht aber darauf, dass er die Kombination Kirsch-Sahne-Schokolade, sowie das aromatisieren der Sahne mit Kirschwasser erfunden habe.

1934 wurde die Schwarzwälder Kirschtorte erstmals schriftlich erwähnt ("250 Konditorei - Spezialitäten und wie sie entstehen" von J.M. Erich Weber, Dresden 1934). Zu dieser Zeit wurde sie vorallem in Berlin, sowie in den guten Konditoreien deutscher, österreichischer und schweizer Großstädten bekannt. 1949 war sie gerade mal auf Platz 13 der bekanntesten Torten in Deutschland.

Danach entwickelte sich jedoch ihr Bekanntheitsgrad rasant. Sie ist heute die bekannteste und beliebteste Torte Deutschlands und praktisch überall auf der Welt bekannt. Jedoch wird in vielen Ländern zumindest einzelne Komponenten durch ortsüblichere ersetzt oder der Alkohol weggelassen.